Gedankenfetzen

Aus dem Leben eines Taugenichts.
 

Meta





 

Rücktritt

A. fragt sich, ob sie nicht doch in ihren Mitbewohner verliebt ist.
J. leidet immer noch unter der Trennung und lenkt sich mit nächtlichen Begegnungen ab.
P. und ihr Liebster führen keine Beziehung, weil er sich nicht binden will.
L. hat sich in diesen Schönling verguckt aber er ist nur mäßig interessiert.
J. und seine Flamme sind wohl nun bald ein Paar.
M und C. daten sich, aber wollen verschiedene Dinge.
G. hat ihre jahrelange Beziehung beendet und ist nun so traurig, weil er ihr doch immer noch so wichtig ist.
M. bereut, dass seine Freundin hergezogen ist, aber bringt es nicht übers Herz, sie zu verlassen, sondern schläft lieber in fremden Betten.
D. ist einfach schon so lange einsam - alle witzeln, aber eigentlich ist es doch todtraurig.

Ein Tropfen auf der Hand, obwohl der Regen ausgesperrt ist. Du lehnst dich zurück, schaust dich um und merkst, dass du verdammt allein hier bist und eigentlich selbst jemanden brauchen könntest, der sich dein kleines Leid klagen lässt.

1 Kommentar 22.6.15 00:55, kommentieren

Theater oder Roman?

Ich denke, ich bin an einem Scheideweg für mein gedankliches, literarisches Großprojekt.

Kurzer Abriss davon: Hauptthema Weltschmerz und Verhaltensarten, damit umzugehen. Anfangs Melancholie, dann Hass und letztlich Zynismus. Veranschaulicht durch einen Mann, der mit dem Zug in einer Stadt ankommt, durch die Stadt spaziert, jemandem folgt, ihn aus Hass tötet und sich danach nur noch über alles und jeden lustig macht. Nebenmotiv ist natürlich Wahnsinn.
Bisher war der Plan, daraus einen Roman zu machen, mit anfangs nur Außenbeschreibung, dann viel innerer Monolog und schließlich Sicht einer dritten Person auf den Protagonisten.

Gestern nun saß ich im Café und habe, relativ unfreiwillig, ein Date mitangehört, bei dem es in einem Gesprächsteil um ihre Arbeit mit psychisch Kranken ging. Der Typ hat dabei ziemlich deutlich gemacht, dass er erstens keine Ahnung und zweitens keine Empathie dafür, vor allem für Depressionen, hat. Diese Szene würde so großartig in den Hauptteil der Geschichte passen und war eben noch dazu so bühnenreif, dass mir die Idee kam, das ganze Projekt als Theaterstück zu verwirklichen.
Wäre auf jeden Fall ziemlich gut machbar, die Frage ist nur: Geht dadurch nicht zu viel vom Potential des inneren Monologs abhanden?

Schwierig. Darüber muss noch viel mit Gleichgesinnten beraten werden, denke ich.

21.5.15 13:38, kommentieren

Status Quo

Es läuft nicht besonders gut zwischen uns, was meinst du?

Meinerseits (und das ist ja die einzige Position, aus der ich einschätzen kann - erstens, weil ich aus meiner Haut nicht rauskomme, zweitens weil unser Kontakt so oberflächlich ist) liegt das sicherlich auch an Schuldgefühlen, aber auch daran, dass ich dir deine Abwesenheit übel nehme. Da bin ich, ich gebe es offen zu, schwach.

Ich nehme es dir übel, dass du mich allein gelassen hast und Einsamkeit mein schlimmster Feind ist. Noch dazu war die Vielzahl an Möglichkeiten, dieser Einsamkeit zu entfliehen, meine Rettung: Auch wenn die Möglichkeiten natürlich nicht alle genutzt wurden oder eingetroffen sind, hat mir die Existenz dieser Möglichkeiten Hoffnung gegeben. Jetzt ist meine einzige Möglichkeit und Hoffnung Zeit. Und die arbeitet immer gegen mich.

Verstärkt wird dieses Gefühl des Allein-gelassen-seins durch mein Unverständnis dafür, dass du überhaupt gehen wolltest.
Dort hast du wenig reizvolle Büroarbeit, einen sehr begrenzten Pool an möglichen Bekannten, weniger Freiheiten, sprachliche Barrieren und nichts als mies bezahlte Arbeit und Bier mit den immergleichen Menschen.
Das Einzige, was dich wohl wirklich gereizt haben kann, aufzubrechen war das Abenteuer. Doch wieso sucht ein Mensch das Abenteuer? Wohl nur, weil er flüchten will aus seinem Leben, das ihn erdrückt oder tödlich langweilt. Und dein Leben hier war doch ich, dachte ich? Wieso hast du immernoch das Bedürfnis, zu fliehen, wenn du mich hast? Gebe ich dir so wenig?

Also lässt du mich allein zurück, um vor mir zu flüchten.

Vermutlich ist das Quatsch. Aber es ist Herzquatsch und ich werde es nicht los, mich so zu fühlen.



Ich verbittere beim Gedanken an dich und wir haben doch noch so lange Zeit vor uns. Wie soll das nur werden, wenn ich nach so kurzer Zeit schon an uns (ver-)zweifle?



P.S.: Und ich kann dir das noch nicht einmal sagen, weil ich genau weiß, dass du weinen müsstest und lesen kannst du das ja nur in dieser verdammten Büroparzelle inmitten all dieser fremden Leute, die trotz allem jetzt dein Leben füllen!

23.10.14 00:46, kommentieren

Zeitverteib und Geldverschwendung

Ich nutze das hier mal, um einen Überblick zu behalten, was ich in letzter Zeit gekauft habe und noch kaufen will - hauptsächlich aus Langeweile.

 

1. Schwarze Hi Chucks, 45

2. Armbanduhr, 20

3. Armband für Uhr, 15

4. Hämatitarmband, 10

5. 2 Ketten für Freundin: Federn und Schwalbe, 15

6. Dixit, 25

 

1. Gehäuse für Festplatte, 15

2. Wandregale, 10?

3. Antriebsriemen für Plattenspieler, ?

4. Hausschuhe für Freundin, 10

5. Hausschuhe für mich, ?

6. Boxen für Plattenspieler, ?

26.8.13 20:25, kommentieren

Zwischenziele

Heute: 300 Sit-Ups - 200 Wiederholungen mit der Hantel - 100 Liegestützen.

 

Das Ganze in 2 Workouts  a 3 Sets. Wenn ich das, oder zumindest jeden Tag, oder zumindest jeden zweiten Tag, ein Workout, mal durchziehen könnte, könnte ich vielleicht endlich dauerhaft zufrieden mit mir sein.

Aber immerhin habe ich das in letzter Zeit öfter als zuvor geschafft - und das habe ich der Tatsache zu verdanken, dass ich jetzt endlich einen Grund habe, an mir zu arbeiten und immer danach zu streben, besser zu sein, als ich es bin.

 

Sie ist mir ein unglaubliches Glück, besser noch, als ich es mir in der Zeit meines Bettnormadentums erträumt habe. Ich habe sie kennengelernt und es stand sofort und ohne Zögern für mich fest: Dieses Mädchen will ich und kein anderes. Und das heißt nicht nur, dass ich sie haben will, ich will zu ihr stehen und ihr freudig alles geben, was ich zu bieten habe - und was ich zu bieten habe, an Wissen, an Stärke, an Vertrauen, an Liebe und unglaublicherweise in ihren Augen auch an Schönheit, das will ich mehren, um ihr immer mehr bieten und geben zu können. Andernfalls käme ich mir vor wie ein Dieb, denn sie gibt mir so unendlich viel mehr, als ich ihr bieten kann.

 

Sie will mein sein. Und ich will ihre kümmerliche Belohung sein - jeden Tag ein bisschen wertvoller, damit sie nie bemerkt, dass sie, mit ihrem Wesen, ihrer Schönheit, ihrer Klugheit und ihrer Klasse, noch viel mehr verdient.

 

Das ist mein neues Zwischenziel im Großen Ziel, mich selbst immer wieder zu übertreffen.

25.8.13 22:50, kommentieren

Stress ohne Grund


Leute, was soll der Stress um "Stress ohne Grund"?
Das ist nichts, was es nicht schon tausendmal gibt: Einfach nur ein ziemlich billiger 08/15 - "Gangster"-Rap. Nehmt dem Affen seinen Bambi weg und vergesst ihn einfach.

 

Okay, der Mist erwähnt Politiker und ist noch einen Ticken homophober als das ganze rückständige Genre aber ihm deswegen jetzt solche Beachtung zu schenken ist lächerlich.

Bushido juckt doch kein Schwein mehr und wen kann der mit sowas noch ernsthaft schocken? Ist doch lächerlich.

1 Kommentar 16.7.13 11:58, kommentieren

Buntheit

Ich fühle nicht den Drang, mich hier auszulassen, denn den habe ich nur, wenn ich mich auskotzen oder ausheulen muss.

Aber ich fühle eine gewisse Lust und Pflicht, einen digitalen Fußabdruck meines Ichs dieser Tage hier zu hinterlassen.

 

Es geht mir gut.
Nunja, ich bin logischerweise nach wie vor ein Narzisst, dessen mangelndes Selbstwertgefühl von innen her eskaliert, wenn es von außen nicht genährt wird, was wiederum zu ziemlich unschönen Depressionen führen kann - doch im Moment verbringe ich Sonnentage und selbst mir erschiene jede Klage als unverschämt und lächerlich.

Ich bin dabei, mich zu verlieben - auch wenn ich noch nicht genau weiß, in wen und ich verändere zur Zeit so viel in meinem Leben (Haare abschneiden/färben, Umzug, Ausbau der Lesebühne, Ausmisten meines Hausrats). Ich nehme an, dass jeder potenzielle Leser genügend Hausfrauenpsychologie bei der Hand hat, um darauf zu kommen, dass letzteres Ausweichmanöver für eine gewisse andere Grundunzufriedenheit mit mir und meinem Leben ist, die aber, da habe ich Vertrauen und Hoffnung, ersteres wenn schon nicht ausmerzen kann, dann zumindest ziemlich sicher lindern kann.

Ansonsten mag ich mich und finde ausnahmsweise auch die Welt mal ganz okay (bis auf Pro-Ana: Selbstverletzendes Verhalten ist kein Lifestyle, sondern eine Krankheit, was ist los mit euch?).

 

Schöne neue Welt, meine kleinen Äffchen. Ich bin gerne ein Äffchen.

1 Kommentar 28.6.13 22:34, kommentieren